
IR-Strahlungswirkungen
kann. Dabei können selbst ungestört „normal“ ablaufende Vorgänge, wie eine Rege-
neration nach sportlicher Belastung oder ein normaler Wundheilungsprozess, durch
wIRA noch verbessert werden. Entsprechend relativ breit sind die Anwendungsmög-
lichkeiten von wIRA.
Neben den beschriebenen Effekten von wIRA wirkt eine Bestrahlung mit wIRA und
sichtbarem Licht VIS vermutlich mit endogenen Porphyrinen (z.B. Protoporphyrin
IX) quasi als milde Photodynamische Therapie PDT zellregenerationsfördernd und
damit z.B. wundheilungsfördernd und wahrscheinlich auch infektionspräventiv bzw.
antibakteriell /2, 13, 22, 26/.
Für wIRA in therapeutischen Bestrahlungsstärken und -dosen konnte nicht nur ge-
zeigt werden, dass wIRA für menschliche Haut unbedenklich ist /1, 2, 7, 20, 21/,
sondern dass wIRA zellschützende Effekte hat /1, 2, 7, 13, 17, 18, 19, 20, 21/, Dis-
kussion hierzu insbesondere in /7/ und /1/ sowie /28/.
Ausführlicher werden die Wirkungen von wIRA und ihr Beleg durch Messungen und
klinische Untersuchungen in den drei zusammengehörigen Übersichtsarbeiten /1, 25,
26/ sowie der Übersichtsarbeit /2/ mit Bezug zur Wundheilung dargelegt.
Anwendung von wIRA
wIRA ist ein kontaktfreies, verbrauchsmaterialfreies, leicht anwendbares, als ange-
nehm empfundenes Verfahren mit guter Tiefenwirkung, das der Sonnenwärmestrah-
lung auf der Erdoberfläche in gemäßigten Klimazonen (Filterwirkung des Wasser-
dampfs der Erdatmosphäre) nachempfunden ist /1, 2, 3/. Die Bestrahlung der typi-
scherweise unbedeckten Haut (oder Wunde) erfolgt senkrecht zur Haut mit einem
wIRA-Strahler je nach Indikation z.B. täglich ein- bis zweimal über 20-30 Minuten
oder länger mit moderater, als angenehm empfundener Bestrahlungsstärke (typi-
scherweise 60-120 mW/cm² wIRA bzw. 80-160 mW/cm² wIRA und sichtbares
Licht VIS) /1, 2, 7/. Wenn es dem Patienten zu warm wird, ist rechtzeitig der Ab-
stand etwas zu vergrößern, d.h. die Bestrahlungsstärke zu verringern /1, 2/. Spezielle
Vorsicht ist geboten, d.h. ein größerer Bestrahlungsabstand ist zu wählen, bei Patien-
ten mit gestörtem Sensorium (z.B. diabetischer Polyneuropathie) oder gestörter
Rückäußerungsfähigkeit, bei schlecht durchblutetem Gewebe, bei kaltem Gewebe
oder geringem Unterhautgewebe (z.B. Schienbeinkante) /1, 2/.
133
Comentarios a estos manuales