
IR-Strahlungswirkungen
Kurzwelliges IR (IR-A) dringt tiefer in die Haut ein als UV, Licht (VIS) oder mittel-
und langwelliges IR (IR-B und IR-C, siehe Abb. 1). So kann es auf tiefer gelegene
Strukturen der Haut direkt einwirken. Andererseits verteilt es sich sofort über größe-
re Gewebevolumina als UV oder VIS und die entstandene Wärme kann effektiv mit
dem strömenden Blut verteilt werden. Die Frage, ob IR eine Ursache erwünschter
oder unerwünschter Wirkungen der Solarstrahlung sein kann, ist unbeantwortet.
Wichtige Fragen harren der Antwort. Trägt das IR des Sonnenscheins zur Verbesse-
rung der UV-induzierten Vitamin-D-Ausbeute in der Haut bei? Oder wirkt es dort
karzinogen?
2 Das IR-Erythem
Anders als im UV sind im IR keine Aktionsspektren bekannt. Um spektral verteilte
Wirkungen im IR beschreiben zu können, sollte zunächst – wie im UV – der Einfluss
der Wellenlänge auf Art und Ausprägung des IR-Erythems charakterisiert werden.
Wird menschliche Haut durch Schablonen erythemwirksam UV-bestrahlt, so resul-
tieren scharf begrenzte, uniform tingierte Erytheme:
Abb. 2: Muster einer Schablone für UV-Testbestrahlungen der Haut mit Testfeldern un-
terschiedlicher Größe zur Untersuchung der Erythembildung (links) und UV-Erytheme
nach erfolgter Bestrahlung (rechts).
Unseres Wissens sind durch isoliertes IRC provozierte Erytheme bisher nicht unter-
sucht worden. Wie im UV erwiesen sich in unseren Untersuchungen IRC-Erytheme
als abhängig von der
● Dosis
● Bestrahlungsstärke und
● Wellenlänge.
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